Sie sind allein und wünschen sich jemanden, der Sie ab und zu im Alltag begleitet? Oder sind Sie pflegender Angehöriger und wünschen sich eine kompetente Betreuung, die für ein paar Stunden in der Woche Ihrem Pflegebedürftigen Abwechslung bietet?

Klar ist das machbar, doch leider gerade jenen, die Kontakt am meisten benötigt hätten, in Corona-Zeiten verwehrt worden. Als mitfühlende Wesen werden wir uns irgendwann mit der Frage konfrontiert sehen, wie konnte alten, bedürftigen und sterbenden Menschen, die einst das Rückgrat der Gesellschaft darstellten, DAS angetan werden? Und warum haben wir es zugelassen… 

Als ausgebildete Alltagsbegleiter kann ich Ihnen oder Ihrem Angehörigen diese Wünsche erfüllen, für Abwechslung und die kleine Betreuung zwischendurch.

Mit meinen Angeboten möchte ich in erster Linie das Wohlbefinden meiner Klientel verbessern und sie vor Isolation und Einsamkeit schützen. So erleben sie Bindung und Zugehörigkeit. Das hilft, ihr Selbstbild zu bewahren, die Identität  und bislang erworbenen Fähigkeiten zu stärken und zu erhalten. So können sie positive Gefühle erleben und Sinn in ihrem Dasein finden. Je nach Krankheits-Stadium plane ich fördernde Beschäftigungsangebote, um mit adäquaten Aktivitäten die Sinne der Klientel anzuregen, ihr Gedächtnis zu trainieren und sie zur Teilnahme an Angeboten der Freizeitgestaltung zu motivieren.

Was ich für Sie tun kann

Als Alltagsbegleiter, auch Betreuungsassistenz genannt, übernehme ich stundenweise die Begleitung und Beschäftigung von pflegebedürftigen älteren Menschen in ihrer Häuslichkeit.

Hierbei geht es nicht um pflegerische Tätigkeiten, sondern um die Unterstützung bei der Alltagsgestaltung und -bewältigung.

Ausgerichtet habe ich mich auf Biografie-Gespräche, Seniorensport, Spiele, Handmassagen, Aromamassagen,Klangschalenmassage, geführte Meditationen oder Atemübungen)

Die Kosten für eine solche Alltagsbegleitung übernimmt die Pflegekasse in voller Höhe im Rahmen der Verhinderungspflege oder der zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen (bei anerkanntem Pflegegrad).

 

Von großer Bedeutung ist auch, die Klientel so lange wie möglich an Entscheidungssituationen – und prozessen aktiv teilhaben lassen und ihr empathische, personenzentrierte Pflege zukommen zu lassen. Auffällige Beobachtungen dokumentiere ich und gebe sie an die examinierten Fachkräfte weiter, die ggf. weiterführende Maßnahmen einleiten.

Was ich für meine Klientel erreichen will:

  • Entspannung und Wohlbefinden
  • In fachlicher Absprache mit den Pflegekräften und den Pflegeteams die Betreuungs- und Lebensqualität von Anspruchsberechtigten verbessern.
  • Ihnen soll durch mehr Zuwendung, zusätzliche Betreuung und Aktivierung eine höhere Wertschätzung entgegen gebracht, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden.

Grundsätze meiner Arbeit als zusätzliche Betreuungskraft

  • Als zusätzliche Betreuungskraft ist es meine Aufgabe, die Anspruchsberechtigten zu betreuen, zu motivieren und zu aktivieren. Als Betreuungs- und Aktivierungsmaßnahmen kommen Maßnahmen und Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden, den physischen Zustand oder die psychische Stimmung der betreuten Menschen positiv beeinflussen können.
  • Meine Betreuungs- und Aktivierungsangebote orientieren sich an den Erwartungen, Wünschen, Fähigkeiten und Befindlichkeiten der Anspruchsberechtigten unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Biographie, ggf. einschließlich ihres Migrationshintergrundes, dem Geschlecht sowie dem jeweiligen situativen Kontext.
  • Die persönliche Situation des Anspruchsberechtigten und seine konkrete sozial-emotionale Bedürfnislage kann auch eine Einzelbetreuung erfordern.
  • Vorteile der Einzelbetreuung sind die regelmäßig stattfindenden Maßnahmen im Kontext der jeweiligen Biografie, Ressourcen und individuellen Wünsche und Bedürfnisse sowie gezieltes Training von Fähigkeiten.
  • Vorteile der Gruppenbetreuung sind die regelmäßig gemeinsam abzusprechenden, zu planenden und durchzuführenden Maßnahmen im Sinne aller Beteiligten sowie der Spaßfaktor und das gemeinsame Erleben von sinnvollen Tätigkeiten und Beschäftigungen.
  • Die soziale Betreuung der Anspruchsberechtigten gehört zum Leistungsumfang der stationären Pflegeeinrichtungen. § 43b SGB XI ermöglicht es, die Betreuung und Aktivierung der Anspruchsberechtigten in einem definierten Umfang quantitativ zu verbessern. Meine Tätigkeit wird eng mit der Arbeit der Pflegekräfte und des sonstigen Personals in den stationären Pflegeeinrichtungen koordiniert, damit keine Versorgungsbrüche entstehen. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Hilfe, die bei der Durchführung meiner Betreuungs- und Aktivierungstätigkeiten unaufschiebbar und unmittelbar erforderlich ist, wenn eine Pflegekraft nicht rechtzeitig zur Verfügung steht. Als zusätzliche Betreuungskraft darf ich nicht regelmäßig in grundpflegerische sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden werden. Maßnahmen der Behandlungspflege bleiben ausschließlich dafür qualifizierten Pflegekräften vorbehalten.
  • Handlungsgrundlage ist der gesetzliche Anspruch Pflegebedürftiger auf zusätzliche psychosoziale Betreuung und Aktivierung. Rechnung getragen wird den Grundsätzen: „Ambulant vor stationär“, „Rehabilitation vor Pflegebedürftigkeit“, oder „Anstreben des nächst geringeren Pflegegrads bzw. zumindest der Erhalt des jeweiligen IST-Zustands“, insofern, als dass die Klientel bei krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen in jeder Hinsicht zusätzlich durch speziell geschultes Personal adäquat unterstützt wird. Die Maßnahmen der pflegerischen Betreuung sind mit Einführung des neuen Pflegebegriffs mit den Pflegestärkungsgesetzen gleichrangiger Bestandteil der Häuslichen Pflegehilfe (der Sachleistung nach § 36 SGB XI).

Zugrunde liegende Methoden sind:

  1. SOK- Modell (Selektive Optimierung mit Kompensation als Grundprozesse der Erhaltung von Handlungskompetenz und Lebensqualität auch bei Funktionsverlusten und Einschränkungen) nach Baltes und Baltes 1990, um aufgezehrte Leistungsreserven anpassen zu können.
  2. Validation nach Naomi Feil, einer Kommunikationsmethode, um Kontakt mit hochbetagten Demenzkranken herzustellen, die Stress abbaut und ihnen, sowie deren Pflegepersonal, ein würdiges und zufriedenes Dasein erlaubt; sowie
  3. Basale Stimulation, die sich an den Fähigkeiten und Potentialen der Klientel orientiert, statt an ihren Defiziten. Hier richte ich meine Tätigkeiten nach dem Repräsentationsmodell der Sinne aus, das die jeweiligen Sinne visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch oder gustatorisch anspricht. Jeder Mensch verfügt über diese fünf Sinne, doch Menschen haben Vorlieben und spezielle Schwerpunkte, auf die sie in ihrer Wahrnehmung ausgerichtet sind. Diese individuellen Präferenzen gilt es zu erkennen und die Kommunikation genau auf diese aufzubauen. Erkennend, auf welche Sinne eine Person geprägt ist und eine Sprache mit ihr sprechend, gelingt es einfacher, sie für die Botschaft zu gewinnen.
  4. Meine Angebote werden in den jeweiligen Einrichtungen mit dem Fachpersonal abgesprochen, das die Klientel für eine Anwendung auswählt.

 

Konkrete Beschäftigungstherapie für eine Einzelanwendung

Beispiel: Handmassage

Ziel: Somatische  Stimulation  im Bereich der Körperwahrnehmung und des Körperbewusstseins (somatisch= körperlich)

  • Unterstützt die Klientel, ihren Körper und sich selbst in diesem Körper wieder deutlich zu erfahren.
  • Es werden großflächige und systematische Berührungen ausführt, die u.a. Sicherheit, Vorsicht und Respekt vermitteln und die Klientel zum Erfahren von Körpergrenzen und Wohlbefinden anleiten sollen.
  • Wegen der positiven Empfindung von Hautkontakt wird ohne Handschuhe gearbeitet.

 

  • Die somatische Stimulation kann sowohl aktivierend oder beruhigend erfolgen. (morgens z.B. aktivierend zum Herzen hin ausstreichen mit rauen Waschlappen und Frotteehandtüchern oder beruhigend, abends vom Herzen weg streichen mit weichen Waschlappen und Handtüchern.
  • Sie erfüllt vielfältige therapeutische Funktionen.

Durchführung:

  • Ein Handtuch wird unter die rechte Hand des Rechtshänders gelegt.
  • Prüfung, ob die Körpertemperatur des zu Pflegenden angenehm empfunden wird (ggf. abkühlen oder erwärmen).
  • Das bereit gestellte Massageöl in die linke gewölbte Handfläche einträufeln lassen.
  • In sanften Bewegungen das Öl über die Hand streichend verteilen, von den Fingerspitzen zur Handwurzel und mit dem Daumen quer über das Handgelenk, mit dem oder beiden Daumen langsam kreisend unter sanftem Druck über die gesamte Handfläche von den Fingerspitzen bis zur Handwurzel und zurück massieren – diesen Vorgang mehrfach wiederholen.
  • Anschließend wird in sanften kreisenden Bewegungen vom Grundgelenk zur Fingerspitze massiert.
  • Als Abschluss am Ende der Massage wird sanft über den gesamten Handrücken gestrichen und die jeweilige Hand zum Warmhalten in ein kleines Handtuch eingewickelt, danach Wechsel der Hand und erneute Durchführung wie oben beschrieben.
  • Biografie-orientiertes Arbeiten ist notwendig wegen eventueller Hautallergien, Abneigungen gegen Berührungen von anderen Personen oder Erkrankungen.